Der 1890 im badischen Pforzheim geborene Emil Bührle studierte Literatur und Kunstgeschichte an den Universitäten Freiburg i.Br. und München, bevor er bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs zum Kriegsdienst eingezogen wurde. Nach Kriegsende wurde Bührle mit seiner Einheit vorübergehend in Magdeburg einquartiert. 1920 heiratete er dort Charlotte Schalk, die Tochter eines Bankiers, und trat in die Magdeburger Werkzeug- und Maschinenfabrik ein, an der sein Schwiegervater beteiligt war. 1924 übernahm Bührle im Auftrag seines Arbeitgebers die Schweizerische Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon bei Zürich und begann dort, die nach ihrem Erfinder benannte "Becker-Kanone" weiterzuentwickeln. Unter Bührles Leitung wurde das Oerlikoner Werk in der Folge zu einem der grossen Industriebetriebe der Schweiz. 1937 wurde Emil Bührle Schweizer Bürger, wenig später Alleininhaber der Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon, Bührle & Co. Zeitgleich erwarb er ein grosses Haus an der Zollikerstrasse in Zürich und begann mit dem Sammeln von Kunst.
Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs konfrontierte Emil Bührle an exponierter Stelle mit der Aufgabe, seinem Unternehmen Rohstoffe und Aufträge zu sichern und diese in enger Absprache mit dem Schweizerischen Bundesrat auf die Interessen der kriegsverschonten neutralen Schweiz abzustimmen. Die wirtschaftliche Situation seines Unternehmens konsolidierte sich in der Nachkriegszeit. Das Aufkommen des Kalten Krieges verschaffte Bührle bald Aufträge aus den USA und von anderen Mitgliedern der Nato. Als Bührle 1956 verstarb, hinterliess er einen weitgefächerten, international tätigen Konzern.
Der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs konfrontierte Emil Bührle an exponierter Stelle mit der Aufgabe, seinem Unternehmen Rohstoffe und Aufträge zu sichern und diese in enger Absprache mit dem Schweizerischen Bundesrat auf die Interessen der kriegsverschonten neutralen Schweiz abzustimmen. Die wirtschaftliche Situation seines Unternehmens konsolidierte sich in der Nachkriegszeit. Das Aufkommen des Kalten Krieges verschaffte Bührle bald Aufträge aus den USA und von anderen Mitgliedern der Nato. Als Bührle 1956 verstarb, hinterliess er einen weitgefächerten, international tätigen Konzern.

