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Kunsthaus Zürich

Grusswort

Liebe Besucherinnen, liebe Besucher

«Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann» – zumindest der unsere. Und Ihrer hoffentlich auch: Noch nicht genug Dada? Da hilft das «Supplément» im Kabinett mit den Höhepunkten unserer weltweit gefragten Dada-Sammlung, und dort finden Sie ein Hauptwerk der Collage, das berühmte «Huth-Bild» des Oberdada Kurt Schwitters, das wir jüngst als Vermächtnis von Sigfried und Carola Giedion entgegennehmen durften. Mitten im Zürcher Kultur-Sommer gibt’s eine Hauptausstellung über einen der ungewöhnlichsten Künstler der Moderne, von dem auch das Eingangszitat stammt. Francis Picabia haben wir eine veritable, vielseitige und kurzweilige Retrospektive im Bührlesaal ausgerichtet: viel mehr als dada. Immer noch nicht genug? Am Museum of Modern Art in New York gibt es jetzt die hochgelobte Zürcher Dadaglobe-Ausstellung. Und später kommt auch die Picabia-Ausstellung nach New York … Oder doch genug Dada: Wir haben den alten Oeri wiederentdeckt und möchten Ihnen nicht vorenthalten, dass es in Zürich vor zweihundert Jahren einen in halb Europa hochbekannten Künstler, ziemlich gewieften Kunstvermittler und Geschäftsmann gab, der seinen heutigen Kollegen vermutlich nicht nachgestanden hätte. An der Generalversammlung im Mai haben wir präsentiert, wie das neue und bald viel grössere Kunsthaus sich fit machen wird für die Zukunft. Neue Ehrenmitglieder wurden herzlich beglückwünscht: Die Sammlung von Ferdinand Knecht bleibt im Kunsthaus, und auch in Zukunft freuen wir uns über die feinen alten Meister, die nun unsere Galerie bereichern.
Schönsten Zuwachs bekommt auch unsere Sammlung von Félix Vallotton, denn die Vereinigung Zürcher Kunstfreunde hat zum Andenken an ihren ehemaligen Präsidenten Hans-Ulrich Doerig ein zentrales Gemälde aus dem frühen Schaffen erworben. Wir danken allen Mitgliedern der VZK, zudem einer langjährigen Gönnerin für ihre generöse Geste – und einem grossen Vallotton-Sammler, der hilfreich an unserer Seite steht. Wir haben nicht schlecht gestaunt: rund einhunderttausend Besucherinnen und Besucher haben unsere Ausstellung von Pipilotti Rist gesehen, und vor allem die Jüngsten waren beeindruckt und schlicht begeistert von der schillernden Vielfalt der Installation und vor allem vom wundersamen «Pixelwald». Das hat die Künstlerin und uns besonders gefreut. Rekordverdächtig. Das Kunsthaus fühlt sich reich beschenkt von all jenen Gönnerinnen und Gönnern, die uns in jüngster Zeit mit Sympathie und Freundschaft begleiten und die sich solidarisch zeigen mit diesem Haus und unserer Arbeit – und ihre Zahl wächst beständig… Im November legen wir den Grundstein zum Neuen Kunsthaus. Sie möchten am liebsten schon jetzt einen Blick hineinwerfen? Wir haben für Sie ein neues detailgenaues Architekturmodell bauen lassen!

Ihr Christoph Becker

Christoph Becker
Foto © Severin Jakob
Christoph Becker
Foto © Severin Jakob