http://www.kunsthaus.ch/de/information/ueber-uns/grusswort-mai/?redirect_url=title%3DExhi

Kunsthaus Zürich

Grusswort

«Kann man sich das leisten?»

Wir haben in den letzten Monaten viele Rückfragen erhalten zum Rekurs der Luzerner Stiftung Archicultura gegen die Kunsthaus-Erweiterung – und viele von Ihnen zeigen sich besorgt über die derzeitige Situation.

Es ist zunehmend schwierig zu erklären, weshalb sich der Baubeginn für die Kunsthaus-Erweiterung von David Chipperfield nach gewonnener Volksabstimmung und dem befürworteten Gestaltungsplan schon um zwei Jahre verzögert. Offenbar ist allen Protagonisten des Rekurses klar: Diese Verzögerung bei der Realisierung, verursacht durch den späten Einspruch gegen die Baubewilligung, behindert die Entwicklung des Kunsthaus Zürich in massiver Weise.

Es besteht die Gefahr, dass sich nicht nur potente Geldgeber und Donatoren, sondern auch wichtige Sammler von Zürich abwenden und sich anders orientieren. Bereits bestehende Verträge werden unnötigerweise gefährdet. Unsere intensive Arbeit auf diesem Gebiet seit mehr als einem Jahrzehnt wird damit aufs Spiel gesetzt.

Der Rekurs hat bislang hohe Kosten verursacht, die wöchentlich weiter ansteigen. Dieses Geld – es sind primär Steuergelder – könnte dem Neuen Kunsthaus am Ende fehlen. Und dies obwohl der öffentliche wie auch der private Teil der Finanzierung gesichert ist! Das bisherige Prozedere bedeutet einen Reputationsschaden für Zürichs Ausstrahlung als Kulturstadt – nicht nur im Wettbewerb mit anderen Schweizer Städten, sondern auf internationaler Ebene.
Kann man sich das wirklich leisten?

Wir freuen uns, dass wir auf Sie zählen können, im wörtlichen Sinn. Kommen Sie ins Kunsthaus und feiern Sie mit uns das einhundertjährige Bestehen der Grafischen Sammlung mit selten zu sehenden Kostbarkeiten der Kunst auf Papier. Und lassen Sie sich von der Kunst Japans inspirieren, so wie es van Gogh, Cézanne, Gauguin und Monet getan haben.

Wir freuen uns auf Sie!
Herzliche Grüsse
Ihr Kunsthaus Zürich

Christoph Becker
Foto © Severin Jakob
Christoph Becker
Foto © Severin Jakob