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Kunsthaus Zürich

Grusswort

Kunsthaus-Erweiterung: Rekurs

Vermutlich haben Sie von den jüngsten Entwicklungen rund um die Kunsthaus-Erweiterung gehört. Sie erinnern sich: Unser Bauprojekt und der Gestaltungsplan wurde von den Zürcher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger in einer Volksabstimmung im November 2012 angenommen. Es wurde kein Rekurs eingelegt. Das Projekt stand unmittelbar vor der Realisierungsphase.

Auch das Fundraising der Kunstgesellschaft ist überaus erfolgreich, sodass rund 75 Millionen Franken private Mittel zugesichert sind! Die Zusammenarbeit mit Sir David Chipperfield, der jüngst mit dem renommierten Praemium Imperiale des japanischen Kaiserhauses geehrt wurde, wie auch mit seinem engagierten Architektenteam Chipperfield Architects Berlin verläuft ausgezeichnet. Inzwischen arbeiten mehr als hundert Personen am Projekt.

Die Vorbereitungen für den Baubeginn liefen auf vollen Touren (der Spatenstich war für Dezember 2013 vorgesehen, die Grundsteinlegung für den Frühsommer), als im Mai 2013 eine in Luzern ansässige Stiftung Archicultura Widerspruch gegen den Bauentscheid einlegte. Die Stiftung Archicultura wurde vom zuständigen Baurekursgericht als nicht beschwerdeberechtigt eingestuft und der Rekurs abgewiesen. Die Stiftung zog die Klage weiter. Die nächsthöhere Instanz, das kantonale Verwaltungsgericht, widerrief im Dezember das Urteil. Die Bauherrschaft (die sogenannte Einfache Gesellschaft Kunsthaus Erweiterung) fasste nach juristischer Prüfung den Beschluss, das Urteil nicht ans Bundesgericht weiterzuziehen. Nun muss das Baurekursgericht erneut und diesmal in der Sache entscheiden. Für den Fall, dass sich das Verfahren über mehrere Instanzen zieht, ist mit einer Verzögerung des Baubeginns für viele Monate zu rechnen. Vergaben können nicht oder nur eingeschränkt stattfinden. Das gesamte Projektteam, die Projektleitung und alle Fachplaner müssen für längere Zeit pausieren.
Die Realisierung der Kunsthaus-Erweiterung muss in diesem Frühjahr bis auf Weiteres unterbrochen werden. Alle, die als exzellentes Team mit grossem Elan und Sachverstand an der Kunsthaus-Erweiterung arbeiten, bedauern diese Entwicklung sehr. Zugleich sind alle Beteiligten zuversichtlich, dass das Projekt in absehbarer Zeit wieder gemeinsam und kraftvoll angeschoben und dann zügig realisiert wird!

Unsere erfolgreiche Arbeit an den Ausstellungen und Sammlungspräsentationen ist von dieser Situation nicht unmittelbar berührt: Freuen Sie sich mit uns auf ein aufregendes Jahr mit Cindy Sherman, Egon Schiele, Jenny Saville und vielen anderen; auf neue Perspektiven in der Sammlung und ein reichhaltiges Programm. Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Kunsthaus!

Ihr Christoph Becker

Direktor Christoph 
Becker
Direktor Christoph Becker