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Kunsthaus Zürich

Grusswort

Dank privater Leidenschaft

Übergross ist die Freude über ein Geschenk, das uns die Walter Haefner Stiftung macht. Im Gedenken an den 2012 verstorbenen Mäzen Walter Haefner finanziert sie einen substanziellen Teil der Kunsthaus-Erweiterung! In einer mit Spannung erwarteten Premiere werden Sie zum ersten Mal einen Blick in die bislang weitgehend verborgene Sammlung eines Zürcher Unternehmers und Mäzens werfen können: Hubert Looser hat während Jahrzehnten beharrlichen Sammelns eine sehr bedeutende Kollektion zusammengetragen, deren Schwerpunkt auf der amerikanischen und europäischen Abstraktion und Konzeptkunst liegt. Im vergangenen Jahr haben wir den langfristigen Kooperationsvertrag unterzeichnet, der dem Kunsthaus neue Perspektiven eröffnet. Rund siebzig Hauptwerke, darunter markante Konvolute von Willem de Kooning, Cy Twombly, Ellsworth Kelly, John Chamberlain, Lucio Fontana und Giuseppe Penone werden in die Kunsthaus-Erweiterung einziehen. Die Werke werden im Wechselspiel mit der bestehenden Sammlung das Museum in hervorragender Weise bereichern und dynamisieren. Zum ersten Mal seit Jahrzehnten wird damit wieder eine Sammlung moderner Kunst ans Kunsthaus kommen und zugleich eine neue Art der Interaktion erprobt. Unsere Institution hat in den vergangenen einhundert Jahren immer wieder erfolgreich mit Stiftungen und privaten Sammlungen zum Wohl der Institution und der Öffentlichkeit zusammengearbeitet, und wir freuen uns, dass wir mit Hubert Looser einen Partner gefunden haben, der mit uns zusammen neue Wege beschreiten will.

Ganz anders – auf den ersten Blick – verhält es sich mit der Ausstellung zu Félix Vallotton, die wir Ihnen nicht ohne Stolz in den eleganten Räumen des historischen Moserbaus präsentieren. Denn auch dieses Projekt ist aus einer langjährigen freundschaftlichen Verbindung mit einem Sammler entstanden. Wir haben festgestellt, dass der stattliche Vallotton-Bestand im Kunsthaus mit dem fast gleich grossen in Privatbesitz in einen geradezu idealen Dialog tritt, indem Lücken geschlossen und neue Gruppierungen sichtbar werden und mit der wir einen Blick in die Zukunft werfen können.

Versäumen Sie nicht, in die wundersame Welt der Wagner-Bühne einzutauchen, die für uns während der Festspiele Zürich den Vorhang lüftet und uns im Kabinett in einem sehr unterhaltsamen Parcours anhand von farbigen Bühnenbildentwürfen, Modellen und historischen Fotografien erklärt, warum Zürich doch eine Wagner-Stadt ist…!

Wie Sie gehört haben, gibt es in unserem Kuratorenteam zwei Wechsel, und deshalb hat unsere Findungskommission in den vergangenen Monaten viele Gespräche geführt und sich im Februar für Cathérine Hug und Oliver Wick entschieden.

Letztes Jahr haben wir nach unserem Tag der offenen Tür von Ihnen eine so positive Resonanz erfahren, dass wir von nun an jährlich wiederkehrend und mit einem besonderen Programm einen solchen Anlass für unsere Besucherinnen und Besucher bieten – und freuen uns auf den nächsten Tag der offenen Tür am 1. Juni!

Ihr Christoph Becker

Direktor Christoph 
Becker
Direktor Christoph Becker