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Kunsthaus Zürich

Courbet, Manet und Degas

Aufgrund der Einrichtung der Vallotton-Ausstellung im zweiten Stock des Moserbaus mussten die sonst dort gezeigten Bestände temporär umziehen. Dies betrifft namentlich Werke von Gustave Courbet, Edouard Manet, Claude Monet und Edgar Degas. Von ihnen sind nun im ersten Stock des Moserbaus im Raum neben dem mit den Gemälden Arnold Böcklins wichtige Sammlungswerke  in einer eindrucksvollen Präsentation vereinigt.

Sie spiegeln konzeptuell dunkeltonigere Phasen der französischen Kunst des 19. Jahrhunderts wieder: den Realismus (Courbet) und frühe Stufen des Impressionismus (Manet; der frühe Monet). Dazu passt Degas sehr gut: Entgegen der klassisch-impressionistischen Doktrin malte er bis zuletzt kaum ausserhalb des Ateliers im hellen Tageslicht. Von ihm konnte neben einer kapitalen langfristigen Leihgabe aus Privatbesitz ein weiteres Werk von ganz aussergewöhnlicher Qualität aus einer anderen Sammlung einbezogen werden. Dies kommt einer kleinen Sensation gleich, handelt es sich dabei doch um das meisterhafte Gemälde «Ludovic Lepic und seine Töchter» (um 1871) aus dem Besitz der Stiftung Sammlung Bührle. Dieses Bild war eines der beiden Werke dieser Sammlung, das nach einem Raub lange verschwunden war und letztes Jahr wieder auftauchte. Da das Gemälde stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, wurde es im Kunsthaus restauriert und präsentiert sich nun wieder in einem sehr guten Zustand. Eine in Zusammenarbeit mit der Stiftung Sammlung E.G. Bührle erstellte Dokumentation informiert über die Restaurierung, bei der auch ein dunkler Firnis abgenommen wurde.

Edgar Degas, Ludovic Lepic und seine Töchter, um 1871
Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm
Stiftung Sammlung E.G. Bührle
Edgar Degas, Ludovic Lepic und seine Töchter, um 1871
Öl auf Leinwand, 65 x 81 cm
Stiftung Sammlung E.G. Bührle