http://www.kunsthaus.ch/de/sammlung/fotosammlung/andreas-gursky/?redirect_url=title%3Dlocatio

Kunsthaus Zürich

Andreas Gursky

Wie Thomas Struth studierte Andreas Gursky Fotografie bei Bernd und Hilla Becher an der Düsseldorfer Kunstakademie. Seine Arbeit verlässt aber die von den Lehrern vorgezeichneten Wege: Zum einen arbeitet Gursky untypischerweise nicht in eigentlichen Serien. Zwar gibt es gewisse bevorzugte Motive, dazu gehören Landschaft, Architektur, Industrieanlagen sowie die Stätten des Konsums und der Massenfreizeitkultur. Jedes einzelne Bild steht aber für sich und braucht keinen Bezug auf andere. Gursky ist es dennoch gelungen, auch ohne thematische Festlegungen einen unverwechselbaren, wiedererkennbaren fotografischen Stil auszuarbeiten, der für viele Vertreter einer jüngeren Generation selbst wieder stilbildend geworden ist. Gursky ist trotz der scheinbaren Rigorosität seiner Bildsprache kein Purist, manche seiner Aufnahmen unterzieht er einer digitalen Nachbearbeitung. Auch diese steht aber stets im Dienst einer klassisch-fotografischen, veristischen Schilderung des Gegenwärtigen und Tatsächlichen. Ihre ganz eigene Irritation bekommen Gurskys Arbeiten vielmehr durch Übersteigerung einer manchmal fast biedermeierlichen, naturalistischen Alltagspoesie ins Elegische und Bedeutsame: dies ist die Leistung der monumentalen Formate.

Andreas Gursky (1955)
Grand Hyatt Park, 1995
© Andreas Gursky
Andreas Gursky (1955)
Grand Hyatt Park, 1995
© Andreas Gursky