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Kunsthaus Zürich

Gemälde

Für die Entwicklung des reifen Werks Giacomettis ist der formale und konzeptuelle Austausch zwischen Malerei und plastischem Gestalten wesentlich. In den früheren Gemälden zeigt sich deren Charakter als Bewusstseinsbilder, als im Innern aufgebaute Erscheinungen der wahrgenommenen Phänomene besonders deutlich. Durch die Arbeit an den Büsten Diegos um 1953 erhalten die Figuren wieder mehr Substanz. In den späten Portraits vermag Giacometti die Gesichter aus dem illusionistischen Bildraum zu lösen und ihnen eine erstaunliche Präsenz zu verleihen. Der Betrachter ist wie der Maler mit dem Modell konfrontiert und erweckt im Nachvollzug der Augenbewegungen und des Wahrnehmungsprozesses, wie er in der offenen Malerei aufgehoben ist, die Lebendigkeit des Gegenübers.

Alberto Giacometti (1901–1966)
Tête d’homme I (Diego), 1964
Öl auf Leinwand. 45,5 x 35 cm
Alberto Giacometti-Stiftung, Geschenk des Künstlers, 1965
© Alberto Giacometti Estate / ProLitteris, Zürich
Alberto Giacometti (1901–1966)
Tête d’homme I (Diego), 1964
Öl auf Leinwand. 45,5 x 35 cm
Alberto Giacometti-Stiftung, Geschenk des Künstlers, 1965
© Alberto Giacometti Estate / ProLitteris, Zürich