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Kunsthaus Zürich

Amerikanische Malerei nach 1945

Seit der Freisetzung von Kunst und Künstler im 19. Jahrhundert wurde bald die Eigengesetzlichkeit der Kunst, bald ihr Bezug zum Leben betont und entsprechend der subjektive Ausdruck einer allgemeineren, objektiveren Gestalt entgegengesetzt. Auf den extrem vom Künstlerindividuum geprägten Tachismus oder Informel folgt die Pop Art: statt lyrischer Abstraktion die Bildwelt des Massenkonsums. Andy Warhol kam aus der Werbebranche und stilisiert mit deren Perfektion eine gewöhnliche Suppenbüchse, Etikette halb abgerissen, zu einem Galeriegemälde hoch: zeichenhaft, überdeutlich wie ein Plakat und doch umgesetzt zu einem Modell, zu einer coolen Ikone der Zivilisation des Supermarket. Das Zürcher Exemplar ist eines der ersten und wirkt besonders intensiv, da es noch bis auf die schablonierten Lilien der Trademark von Hand gemalt ist. Bald wird Warhol durch die Technik des Siebdrucks auch sein Produktionsverfahren standardisieren.

Andy Warhol (1930–1987)
Big Torn Campbell’s Soup Can (Vegetable Beef), 1962
Acryl auf Leinwand, 183 x 137 cm
Erworben 1975
© ProLitteris
Andy Warhol (1930–1987)
Big Torn Campbell’s Soup Can (Vegetable Beef), 1962
Acryl auf Leinwand, 183 x 137 cm
Erworben 1975
© ProLitteris