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Kunsthaus Zürich

Hannah Höch

1912 hatten Braque und Picasso mit dem Collagieren real vorgefundener Materialien den synthetischen Kubismus eröffnet. Die Entwicklung und Verbreitung der Collage ist jedoch die Leistung von Dadaismus, Futurismus, Surrealismus und Pop Art. Das einzige, was diese verschiedenen Bewegungen verband, war der antibürgerliche und antiakademische Gestus, ihre einzige Methode: die Provokation. In der Photomontage «Lebensbild» von 1970/72 verankerte Hannah Höch die «Dompteuse» – eine politische und feministische Ikone des 20. Jahrhunderts – zwischen gesellschaftskritischen Bildern des Aufbruchs und der Resignation. Die «Dompteuse» als androgyne «Neue Frau» verkörpert kurz vor der nationalsozialistischen Machtergreifung noch die Möglichkeit einer Balance demokratischer Kräfte, ihre Rückbindung in das ursprüngliche Gleichgewicht von Anima und Animus.

Hannah Höch (1889–1978)
Dompteuse, ca. 1930
Collage
Ankauf 1981
Hannah Höch (1889–1978)
Dompteuse, ca. 1930
Collage
Ankauf 1981