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Kunsthaus Zürich

Schwerpunkte der Sammlung

Am Anfang der heute rund 80 000 Blätter umfassenden Grafischen Sammlung standen die von 1794 bis 1850 geführten Stammbücher der Künstlergesellschaft, die sogenannten «Malerbücher». Die nicht sehr grosse Gruppe von Altmeisterzeichnungen gipfelt in den über 650 Blättern von Johann Heinrich Füssli. Besonders gut vertreten ist die Schweizer Landschaftszeichnung von Conrad Meyer (1618–1689) über Salomon Gessners (1730–1788) Idyllen, zu den stimmungsvollen Hochgebirgsdarstellungen von Ludwig Hess (1760–1800) und Caspar Wolf (1735–1785) bis zu Rudolf Kollers (1828–1905) Studien. Zu den berühmtesten Stücken der Sammlung gehören ein Skizzenbuch von Géricault und sechs Aquarelle von Cézanne.

An Druckgrafik besitzt die Sammlung neben kostbaren Einblattholzschnitten des 15. Jahrhunderts die fast vollständigen druckgrafischen Werke der Schweizer Conrad Meyer (1618–1689), Salomon Gessner (1730–1788), Conrad Gessner (1764–1826), Johann Heinrich Lips (1758–1817), Ludwig Hess (1760–1800), Albert Welti, der Niederländer Herman van Svanevelt (1600–1655), Anthonie Waterloo (1610–1690), Nicholaes Berchem (1620–1683), Allaert van Everdingen (1621–1675), Karel Dujardin (1622–1678), der Deutschen Johann Elias Ridinger (1698–1767), Christian Wilhelm Dietrich (1712–1774), Franz Edmund Weirotter (1730–1771), Ferdinand Kobell (1740–1799), von William Hogarth (1697–1764), Francisco de Goya (1746–1828) und Honoré Daumier (1808–1879).

Im 20. Jahrhundert liegen die Schwerpunkte auf den Ankäufen mit Zeichnungen, Druckgrafiken und Collagen von Lovis Corinth, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Hans Richter, Hannah Höch, Otto Meyer-Amden, Sophie Täuber-Arp, Louis Soutter, Fritz Glarner, Martin Disler, Enzo Cucchi, Felix Droese und Miriam Cahn. Die bedeutendste Gruppe bilden die Zeichnungen aus dem Nachlass von Ferdinand Hodler, mit Meisterwerken aus allen Schaffensperioden des Künstlers. Zentraler Bestandteil sind die in den achtziger und neunziger Jahren erworbenen umfangreichen Werke und Dokumente im Umfeld des Dadaismus, der ja seinerzeit von Zürich aus den Globus eroberte. Von 1976–1995 lagen die Akzente bei Ankäufen im Bereich der Zero-Gruppe, der amerikanischen Minimal- und Conceptual-Art, der schweizerischen, der deutschen und italienischen Vertreter der figurativen Ausdruckskunst der siebziger und achtziger Jahre. Zwischen 1995 und 1997 kamen Werkgruppen der englischen und westschweizerischen Gegenwartskunst dazu.

An Druckgrafik besitzt die Sammlung neben zahlreichen Einzelblättern und Werkgruppen die fast vollständigen Werke von Marcel Broodthaers, Markus Raetz, Dieter Roth, André Thomkins und Lothar Baumgarten.

Maler-Buch
Erster Band, angefangen anno 1794
geschlossen anno 1796
Seite 1
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Erster Band, angefangen anno 1794
geschlossen anno 1796
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