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Kunsthaus Zürich

Konzept der Restaurierung

Die Bildung eines Expertenteams führte zur klaren Formulierung eines Restaurierungskonzepts.
Mittels eines Drei-Etappen-Programms wurden die Ziele in Zusammenarbeit mit Metallrestauratoren, Statikern, Metallbauern und Korrosions- und Oberflächenschutzberatern festgelegt. Gemeinsam wurde auch entschieden, das Werk für eine Restaurierung nicht den Strapazen eines längeren Transportes auszusetzen, die zu Rissen im Gefüge hätten führen können. Das Höllentor wird deshalb vor Ort restauriert.
 
Den ersten Schritt stellt das Anbringen einer Hilfskonstruktion für das Verschieben des Werkes dar. Das Tor muss zunächst um einige Meter von der Wand geschoben werden, damit in einem zweiten Schritt die völlig korrodierten statischen Elemente wie Armierungen, Verankerungen und Verschraubungen, die sich alle auf der Rückseite befinden, mit chloridbeständigem, hochlegiertem Metall (Chromnickelstahl) ausgetauscht werden können.
Der dritte Schritt gilt der Vorderseite des Höllentors. Hier sollen naturwissenschaftliche Untersuchungen noch Aufschluss über die Art der Korrosionsprodukte und –phänomene geben. Die Ergebnisse der Analyse helfen bei der Auswahl der geeigneten Reinigungsmethode mit denen die Ablagerungen entfernt werden sollen. Retuschen werden danach das Erscheinungsbild beruhigen. Für die Konservierung der Oberfläche wird zuletzt ein geeigneter Oberflächenschutz verwendet.

«Das Höllentor» von Auguste Rodin an seinem Standort neben dem Haupteingang des Kunsthauses Zürich (Foto: T. Haupt)
«Das Höllentor» von Auguste Rodin an seinem Standort neben dem Haupteingang des Kunsthauses Zürich (Foto: T. Haupt)