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Kunsthaus Zürich

Giacomo Balla
Anlass und Ziel der Restaurierung

Grund für die Restaurierungsmassnahmen waren akute Haftungsprobleme der Malschicht auf der Leinwand. Die schwarzen, mit verdünnter Farbe aufgetragenen Bereiche waren stark unterbunden und ganzheitlich gefährdet. Kleinteilige Ausbrüche in der Malschicht waren hier bereits nachweisbar.
Die weissen, etwas pastoser gemalten Bereiche sind feinteilig craqueliert. Auch hier waren aufstehende bzw. sich lösende Farbschollen zu beobachten.

Um einen fortschreitenden Farbverlust zu vermeiden und die bestehende Substanz zu erhalten, war eine umfangreiche Festigung der Malschicht unabdingbar.

Bevor mit dieser Massnahme begonnen werden konnte, sollten Tests zeigen, welches Festigungsmittel und welche Art der Applizierung hierfür die gewünschte Lösung bringen. Die Oberfläche der sehr matten, schwarzen Malerei ist ausserordentlich empfindlich. Die Herausforderung bestand darin, ein Medium zu finden, das weder Glanzrückstände noch Farbsättigung hervorruft.

Im Anschluss an die Konservierung sollten Fehlstellen farblich integriert und der ästhetische Gesamteindruck somit verbessert bzw. wiederhergestellt werden.

Detailansicht vom oberen Bildrand mit feinteilig aufstehender Malschicht
Abb. 1
Detailansicht vom oberen Bildrand mit feinteilig aufstehender Malschicht
Detailansicht einer pastosen Partie mit aufstehender Malschicht und Farbverlust
Abb. 2
Detailansicht einer pastosen Partie mit aufstehender Malschicht und Farbverlust
Detailansicht vom oberen Bildrand – Kratzer mit Farbverlust
Abb. 3
Detailansicht vom oberen Bildrand – Kratzer mit Farbverlust