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Kunsthaus Zürich

Pierre Bonnard

Maltechnischer Aufbau

Detail aus «Frau in Rückenansicht»: Bonnard verwendete verschiedene Mal- und Zeichenmaterialien in den «Panneaux décoratifs»: hier sichbar Kohle, Bleistift (Konturlinie des Rückens) weisse Kreide, Farbe, lasierend und deckend aufgetragenen.
Detail aus «Frau in Rückenansicht»: Bonnard verwendete verschiedene Mal- und Zeichenmaterialien in den «Panneaux décoratifs»: hier sichbar Kohle, Bleistift (Konturlinie des Rückens) weisse Kreide, Farbe, lasierend und deckend aufgetragenen.

Bonnard liess das Werk unvollendet. Die auf Papier entworfenen Frauenfiguren sind frei mit Kohle skizziert, Korrekturen sind sichtbar, ebenso wie Andeutungen von Licht und Schatten. Unterschiedlich weit arbeitete er anschliessend mit Farbe auf diese Studien- nahezu blattfüllend wie bei der „Dame im karierten Kleid“ oder nur partiell und in wenigen Farbtönen wie bei «Frau sitzend».

Kräftig aufgetragene Bleistiftlinien, die den Umrissen der Figuren folgen, entstanden bei der Übertragung der Konturen auf die 2. Version, die sich heute im Musée d’Orsay befindet. Wie der direkte Vergleich zeigte, stimmen die Umrisse von zwei Figuren identisch mit denen der 2. Version überein.

Streiflichtaufnahme aus: «Frau mit kariertem Kleid»: in einigen Farbbereichen ist die Farbe sehr grobkörnig. Unter dem Mikroskop sind einzelne Pigmentkörner sichtbar, was vermuten lässt, dass Bonnard seine Farben aus Pigment und Bindemittel selbst auf der Palette zusammen mischte.
Streiflichtaufnahme aus: «Frau mit kariertem Kleid»: in einigen Farbbereichen ist die Farbe sehr grobkörnig. Unter dem Mikroskop sind einzelne Pigmentkörner sichtbar, was vermuten lässt, dass Bonnard seine Farben aus Pigment und Bindemittel selbst auf der Palette zusammen mischte.