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Kunsthaus Zürich

Ferdinand Hodler

Technischer Bildaufbau

Bildträger

Der Bildträger besteht aus einem dicht gewebten Leinengewebe mit einfacher Leinwandbindung. Am oberen und unteren Rand befinden sich Webkanten. Es gibt keine Nähte oder Anstückungen. Die Leinwand ist auf einen hölzernen Keilrahmen mit Mittelkreuz gespannt. Die Aufspannung ist nicht original. 

Malschichtaufbau

Hodler verzichtete auf eine klassische Grundierung und malte direkt auf die Leinwand. Er legte zunächst die Position der Wahrheit exakt in der Mitte des Bildes fest und übertrug anschliessend unter Verwendung verschiedener Hilfsmittel ihre Konturen auf die Leinwand.

Der Farbauftrag erfolgte teils mit Spachtel, teils mit Pinsel. Strichführung, Farbspritzer und leinwandsichtige Bereiche lassen auf eine rasche Arbeitsweise schliessen.

Die Figuren akzentuierte er mit schwarzen, roten oder blauen Konturlinien. Spätere Korrekturen, die Hodler mit rosafarbenen Raffaëllistiften ausführte, finden sich direkt neben der Wahrheit sowie über Malschichtausbrüchen im Hintergrund.

Bleistiftlinien eines Rasters  auf und unter der Malerei im Bereich der weiblichen Figur
Bleistiftlinien eines Rasters auf und unter der Malerei im Bereich der weiblichen Figur
Farbauftrag mit Pinsel in der Hand der weiblichen Figur, sowie Spachtel im Hintergrund
Farbauftrag mit Pinsel in der Hand der weiblichen Figur, sowie Spachtel im Hintergrund
Konturlinien an den Händen der rechten Figur
Konturlinien an den Händen der rechten Figur