Thomas Struth
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The Hirose Family, Hiroshima, 1987
The Hirose Family, Hiroshima, 1987 · Silver Gelatine Print, 74 x 92 cm
The Felsenfeld/Gold Families, Philadelphia, 2007
The Felsenfeld/Gold Families, Philadelphia, 2007 · C-Print, 179,2 x 217 cm

Familien In der Gattung des Familienporträts entdeckte Struth bald Parallelen zu seinem Interesse an Stadträumen – auch hier leitete ihn die Frage, wie hinter dem Selbstverständlichen, Typischen und Manifesten Unbekanntes und Unbewusstes zum Ausdruck kommt. Die Bedingungen, unter denen Struth seine Familienporträts macht, sind immer dieselben. Die Initiative zu einer Fotografie geht vom Künstler aus – von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen handelt es sich nicht um Auftragsarbeiten. Zusammen mit Struth entscheidet die Familie über den Aufnahmeort und den Bildausschnitt in ihrem Garten oder Haus. Aufstellung und Posen legen die Familienmitglieder selbst fest. Sie werden immer gebeten, direkt in die Kamera zu blicken. «Die Frage der Familie wurde weitgehend dadurch ausgelöst, dass ich versuchte, mich selbst zu analysieren und zu verstehen, meine eigene Familie, den Platz der Familie innerhalb meiner westlichen Kultur, dass ich darüber nachdachte, warum wir sind, wer wir sind. Die eigene Familie kann man sich ja nicht aussuchen. In dem Deutschland, in dem ich aufwuchs, war die Familie ein heikles Thema. Die Frage, was die Eltern und Grosseltern während des Faschismus gemacht hatten, hatte man immer im Hinterkopf.»