Thomas Struth
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Paradise 1, Daintree/Australia, 1998
Paradise 1, Daintree/Australia, 1998 · C-Print, 225,5 x 179 cm · Kunsthaus Zürich
Grosse Sonnenblume - N° 4, Winterthur, 1991
Grosse Sonnenblume - N° 4, Winterthur, 1991 · C-Print, 84 x 66 cm · Achenbach Kunstberatung, Düsseldorf

Paradies Mitte der 1990er Jahre begann Struth, mögliche Motive in Urwäldern und Dschungeln weltweit zu suchen. Die ersten acht «Paradiesbilder» entstanden 1998 im tropischen Regenwald in Daintree, Australien. Alsdann schuf Struth mehrere Werke in der Provinz Yunnan, China, in Yakushima, Japan sowie im Jahr 1999 in den Wäldern Bayerns. Struth betrachtet die Paradiesbilder als seine «intuitivste» Werkgruppe, die in erster Linie durch einen malerischen Ansatz entstand. Dieser Ansatz, so der Künstler, sei durch seine langjährige Auseinandersetzung mit Tai Qi geprägt. «Neue Bilder aus dem Paradies» war der Titel, den er diesen Werken verlieh, als sie erstmals 1999 ausgestellt wurden. Struth wollte einen Titel wählen, der mitteilt, dass es sich bei den Bildern in erster Linie weder um Botanik noch um ein Klagelied für ein verlorenes Paradies handelte. Er interessierte sich eher für die Arten von Betrachtung, Kontemplation oder Erfahrung, die die Werke, die er gern in Gruppen installativ präsentiert, hervorrufen konnten.