Aristide Maillol (1861 – 1944) – der «Cézanne der Skulptur» – ist der bedeutendste französische Bildhauer der frühen Moderne nach Auguste Rodin. Ein Erneuerer, aber gleichzeitig zeitlos, verkörpert Maillols sinnliche Kunst die Werte der Klarheit und des Gleichge-wichts der Formen, was ihn zum Vollender der klassischen Tradi-tion macht. Die Ausstellung ist als Überblicksschau konzipiert, konzentriert sich aber auf die reiche Schaffenszeit vor dem Ersten Weltkrieg, als der Künstler seine wahre Berufung entdeckte und als Bildhauer hervortrat.
Die Ausstellung vereinigt über 150 Werke, die das Schaffen Maillols in all seinen Facetten beleuchten. Maillol hatte seine Karriere als Maler begonnen und schuf in dieser Gattung ein ausserordentlich reizvolles Werk, das ausserhalb Frankreichs zu wenig bekannt ist. Zu sehen sind auch Tapisserien, Fayencen, Druckgrafiken, Bücher und natürlich zahlreiche zauberhafte Zeichnungen. Einige Werke seiner Zeitgenossen Auguste Rodin, Paul Gauguin, Maurice Denis oder Édouard Vuillard ergänzen die Ausstellung und erlauben es, sein Schaffen innerhalb der Geschichte der Skulptur zu verorten.

Die Ausstellung im Chipperfield-Bau wird organisiert vom Kunsthaus Zürich, den Musées d'Orsay et de l'Orangerie, Paris und La Piscine, Roubaix, in Kooperation mit der Stiftung Dina Vierny- Musée Maillol.

Abb: Aristide Maillol, La Montagne, 1937, Musée d'Orsay, déposé à Lyon, Musée des Beaux-Arts, Foto © RMN Paris / Musée d’Orsay