Die Sammlungsausstellung thematisiert die neuen künstlerischen Wege der Fotografie der 1970er- und 1980er-Jahre in der Schweiz und international. Alte «Handwerkskunst» prallt auf neue künstlerische Ideen.

Vom Abbildungsinstrument zur Kunst

Eintritt Sammlung

CHF 16.–/11.– (ermässigt und Gruppen)
Freier Eintritt für Mitglieder sowie Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre

Tipp

Mittwochs ist der Eintritt in die Sammlung gratis

In den 1970er- und 1980er-Jahren haben sich die Fotografie und ihre Rezeption signifikant verändert. Die klassische Fotoreportage der vorangegangenen Jahrzehnte war an ein Ende gekommen. Künstlerinnen und Künstler inspirierten die Szene. Es setzte ein Pluralismus der Stile ein, der – von neu gegründeten Verlagen und Galerien verbreitet – bald von Kunstmuseen beachtet wurde.

Die rund 30 Werke umfassende, aus den Beständen der Fotosammlung des Kunsthaus Zürich und einigen Leihgaben konzipierte Ausstellung stellt diese visuellen, konzeptionellen und auch strukturellen Neuerungen der Fotografie vor.

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Walter Pfeiffer, Ohne Titel. Aus der Serie «Walter Pfeiffer 1970–1980», 1970/1980, Kunsthaus Zürich, 1999, © 2019 ProLitteris, Zurich
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Dan Graham, House with Greek Columns... / Family at Leisure, 1978; 1969, Kunsthaus Zürich, 1996, © Dan Graham
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Fischli / Weiss, In den Bergen, 1979, Kunsthaus Zürich, Vereinigung Zürcher Kunstfreunde, Gruppe Junge Kunst, 1989, © Peter Fischli /David Weiss
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Balthasar Burkhard, Arm, 1988, Kunsthaus Zürich, 1991, © Vida Burkhard
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Dieter Meier, Jumps, 1974, Kunsthaus Zürich, 2012, © Dieter Meier
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Candida Höfer, Zoologisches Museum Genf, 1989, Kunsthaus Zürich, Vereinigung Zürcher Kunstfreunde, Gruppe Junge Kunst, 1991, © 2019 ProLitteris, Zurich

Ausgehend von den Einflüssen der Konzeptkunst, Minimal Art und Pop Art der 1960er-Jahre werden Arbeiten der frühen Schweizer Vertreterinnen und Vertreter der künstlerischen Fotografie präsentiert. Feministische und gesellschaftskritische Positionen, Bohème-Bilder, Körperstudien und intime Interieurs kontrastieren mit menschenleeren öffentlichen Innenräumen.

Die Themen reichen von «Von der konzeptuellen Fotografie zur Medienkunst» über «Fotografische Erkundungen des Selbst» zu «Un-/Orte der Gesellschaft». Sie reflektieren einen Trend, der alle Ebenen umfasst – von der Produktion über die Verbreitung bis zur Rezeption durch ein Publikum, welches aufgrund technischer Innovationen zusehends in die Lage versetzt wurde, selber zu fotografieren oder sich zeitnah und kostengünstig (Bewegt-)Bilder zu beschaffen.

Kurator: Joachim Sieber

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Abbildung oben:

David Hockney, Gregory & Shinro on the Train, 1983, Kunsthaus Zürich, © David Hockney

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