Die Ausstellung mit rund 300 Werken zeigt auf, wie die scheinbar gegensätzlichen Disziplinen Kunst und Medizin die menschliche Physis und Psyche reflektieren.

Schlüsselmomente der Medizingeschichte

Eintritt

CHF 23.–/18.– (ermässigt und Gruppen). Freier Eintritt für Mitglieder sowie Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre.

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Hinweis für Gruppen

Aus organisatorischen Gründen ist eine Voranmeldung erforderlich. info@kunsthaus.ch, +41 44 253 84 84

«Gesundheit» ist ein Dauerbrenner. Dabei ist die Beschäftigung in der Kunst mit dem physischen Befinden so alt wie die Kunst selbst. Der sensible Körper ist Arbeitsinstrument und Betrachtungsgegenstand zugleich. Ausgehend von den Sammlungsbeständen des Kunsthauses, wird in sechs Kapiteln das produktive Wechselspiel von Krankheit und Schmerz, Medizin, Pflege und Heilung anhand von 300 Exponaten nachgezeichnet, darunter über 250 von über 40 nationalen und internationalen Leihgebern. Frühe Beispiele stammen aus dem 15. Jahrhundert, die jüngsten von 2022 wurden eigens für die Ausstellung produziert.

Sämtliche Medien von Zeichnung und Malerei über Skulptur bis Video, Rauminstallation und Performance sind in dieser asynchron-assoziativen Abfolge wiederzufinden. Der Hauptfokus der Kunstwerke richtet sich auf körperliche Gebrechen. Die Themenbereiche drehen sich um das «Goldene Zeitalter» der Medizin, «Seuchen und Pandemien», «Prophylaxe, Komplementärmedizin und Selbstheilung», «Der diagnostische Blick und das System Spital», «Pharmazie und Spitzenforschung» und schliesslich «Betroffene am Scheideweg vom genormten zum singulären Körper». Altbekannte Namen treffen auf junge Künstlerinnen in ihren Zwanzigern, die das breite Spektrum und die spannende Entwicklung des Diskurses rund um den kranken Körper verdeutlichen.

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Herbert Ploberger, Selbstbildnis mit ophthalmologischen Lehrmodellen, um 1928/1930, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, 2022, © ProLitteris, Zurich
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Barbara Hammer, Sanctus, 1990, 16-mm-Film auf HD-Video übertragen, Courtesy of the Hammer Estate and Electronic Arts Intermix (EAI), New York, and KOW, Berlin © Hammer Estate
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Lotte Luise Volger, Lupus erythematodes, undatiert, Moulagenmuseum des Universitätsspitals und der Universität Zürich, © Moulagenmuseum USZ/UZH
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Paul Klee, Gebärde eines Antlitzes I, 1939, Kunsthaus Zürich, Geschenk der Klee-Gesellschaft Bern, 1948
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Meret Oppenheim, Glove, 1985 Parkett-Ed. Nr. 4, Kunsthaus Zürich, Geschenk von Ursula Hauser, 2004 © 2022, ProLitteris, Zurich
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Christoph Hänsli, Die Festung 4, 2017, Privatbesitz, © 2022, ProLitteris, Zurich
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Kiki Smith, Untitled, 1992, D.Daskalopoulos Collection, © Kiki Smith

Künstlerinnen und Künstler

Die Ausstellung umfasst die Positionen von 50 Künstlerinnen und Künstlern des 19. bis 21. Jahrhunderts, mit Abstechern zurück bis ins 15. Jahrhundert: Panteha Abareshi, Ilit Azoulay, Jean-Michel Basquiat, Sabian Baumann, Judith Bernstein, Joseph Beuys, Louise Bourgeois, Rachal Bradley, Stefan Burger, Sophie Calle, Sabina Carraro, Georges Chicotot, Honoré Daumier, Jean Dubuffet, Albrecht Dürer, Max Ernst, Adolf Fleischmann, General Idea, Michael Günzburger, Anna Halprin und Ruedi Gerber, Barbara Hammer, Christoph Hänsli, Duane Hanson, Lynn Hershman Leeson, Damien Hirst, Ferdinand Hodler, Andreas Hofer, Hanspeter Hofmann, huber.huber, Anna Jermolaewa, Hennric Jokeit, Fritz Kahn, Martin Kippenberger, Paul Klee, Herlinde Koelbl, Bruce Nauman, MANON, Michelle Miles, Shana Moulton, Thomas Müllenbach, Matt Mullican, Meret Oppenheim, Uriel Orlow, Herbert Ploberger, Maria Pomiansky, Marc Quinn, Arnulf Rainer, RELAX chiarenza & hauser & co, Pipilotti Rist, Ana Roldán, Pamela Rosenkranz, Corinne L. Rusch, Katja Schenker, Talaya Schmid, Kiki Smith, Veronika Spierenburg, Jules Spinatsch, Lucy Stein, Johanna Stierlin, Daniel Spoerri, Rosemarie Trockel, Luc Tuymans, Varlin, Andreas Vesalius, Lotte Luise Volger, Christine Tien Wang, Nives Widauer.

Unterstützt von der Privatklinik Bethanien

#kunstundmedizin

Rahmenprogramm

GUIDED GROUP MSTRBTN

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Sa, 9. April, 17 Uhr

Healing Sound Performance. Talaya Schmid und Anu Cato nehmen die Teilnehmer:innen auf eine innere Reise der heilenden Gedanken über und durch den eigenen Körper mit.

Kosten: Mit gültigem Ausstellungsticket und für Mitglieder CHF 4.–, sonst CHF 10.–/8.– reduziert.

ANMELDUNG UND TICKETS

Sprunginnovationen in der Medizingeschichte

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Di, 12. April, 18 Uhr

Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Monika Dommann (Historisches Seminar Universität Zürich), Prof. Dr. Frank Jakobus Rühli (Direktor des Instituts für Evolutionäre Medizin IEM, Universität Zürich), und Prof. Dr. em. Jakob Tanner (Historisches Seminar Universität Zürich), moderiert von Damian Christinger.

Kosten: Mit gültigem Ausstellungsticket und für Mitglieder CHF 4.–, sonst CHF 10.–/8.– reduziert.

ANMELDUNG UND TICKETS

Krankheit in der Kunst – Kranke Körper, verletzte Seelen

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Do, 28. April, 18 Uhr

Weltpremiere des Dokfilms (2022, Lona media, Berlin, und ARTE) von Nicola Graef über Künstler/innen und ihrem Umgang mit der eigenen Krankheit, anschliessend Diskussion mit der Regisseurin Nicola Graef, der Künstlerin Veronika Spierenburg und Kuratorin Cathérine Hug, gehostet von Kunsthaus-Vizedirektor Christoph Stuehn.

Eintritt frei, ohne Reservation.

Breath Made Visible

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Mi, 25. Mai, 18 bis 20.30 Uhr

Filmvorführung des Dokfilms (2009, ZAS Film AG, Zürich) von Ruedi Gerber über die Heilkraft des Tanzes von Anna Halprin, anschliessend Diskussion mit dem Regisseur.

Kosten: Mit gültigem Ausstellungsticket und für Mitglieder CHF 4.–, sonst CHF 10.–/8.– reduziert.

ANMELDUNG UND TICKETS

Unlearn The Body

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Do, 2. Juni, 18 Uhr

Performance-Abend «Criptonite Ableism Bingo» mit Edwin Ramirez und Nina Mühlemann (Zürich) sowie Panteha Abareshi (Los Angeles), in Zusammenarbeit mit Charlotte Matter, Virginia Marano und Laura Valterio, Forschungsgruppe «Rethinking Art History through Disability», Universität Zürich.

Kosten: Mit gültigem Ausstellungsticket und für Mitglieder CHF 4.–, sonst CHF 10.–/8.– reduziert.

ANMELDUNG UND TICKETS

DermARTologie

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So, 12. Juni, 11 bis 12.30 Uhr

Diskussion über ein Panorama von Hautkrankheiten in der Kunst, mit Prof. Dr. em. Günter Burg (ehem. Direktor der Dermatologischen Universitätsklinik, Zürich) und Dr. med. Michael Geiges (Kurator Moulagenmuseum USZ/UZH, Medizinhistoriker am IEM, Facharzt Dermatologie) und Kunsthaus-Kuratorin Cathérine Hug. Anlässlich der Buchpremiere «DermARTologie. Das Inkarnat». Im Rahmen von Zurich Art Weekend.

Kosten: Mit gültigem Ausstellungsticket und für Mitglieder CHF 4.–, sonst CHF 10.–/8.– reduziert.

ANMELDUNG UND TICKETS

Was ist normal? Dialogische Führung

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So, 12. Juni, 16.30 bis 18 Uhr

Mit Künstler Sabian Baumann und Kunsthaus-Kuratorin Cathérine Hug. Betrachtung biopolitischer Problemfelder und die Überwindung des genormten Körpers. In Zusammenarbeit mit baederkultur.ch und Zurich Art Weekend.

Kosten: CHF 39.–/29.– reduziert (inkl. Eintritt), CHF 15.– Mitglieder

ANMELDUNG UND TICKETS

Selbstbestimmung, Empowerment und sexuelle Gesundheit

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Do, 23. Juni, 18–19.30

Ein Ausstellungsrundgang mit Marc Inderbinen, Psychologe der Aids-Hilfe beider Basel und Elena Grignoli, Kunstvermittlerin Kunsthaus Zürich.

Kosten: CHF 39.–/29.– reduziert (inkl. Eintritt), CHF 15.– Mitglieder

ANMELDUNG UND TICKETS

Moulagen – Eine Kunst zwischen Abdruck und Ausdruck

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Mi, 29. Juni, 18–19.30

Ein Gespräch mit der Moulageurin Sabina Carraro, Konservatorin-Restauratorin des Moulagenmuseums USZ/UZH und der Medizinischen Sammlung IEM/UZH und Eveline Schüep, Kunstvermittlerin Kunsthaus Zürich.

Kosten: CHF 39.–/29.– reduziert (inkl. Eintritt), CHF 15.– Mitglieder

ANMELDUNG UND TICKETS

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Duane Hanson, Medical Doctor, 1992–1994, Courtesy the Estate of Duane Hanson and Gagosian, Foto: Robert McKeever, © 2022, ProLitteris, Zurich

Öffentliche Führungen

Wollen Sie mehr über die Ausstellung erfahren? Unsere Kunstvermittler:innen bieten Ihnen fundierte Hintergrundinformationen und ergründen mit Ihnen die Aussageschichten von ausgewählten Werken.

Deutsch: Mittwochs um 18 Uhr und sonntags um 11 Uhr
Englisch: Sam, 21. Mai um 13 Uhr
Kosten: Eintrittsticket + CHF 6.– / CHF 4.– (ermässigt und Mitglieder)
Anmeldung über die Agenda!

Private Führungen

Gerne gehen wir auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Gruppe ein.

  • Max. 20 Personen
  • Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
  • CHF 190.– (Deutsch) / CHF 220.– (andere Sprachen) + Ausstellungseintritt (Gruppentarif)
  • Dauer: 1 Stunde

Abb: Manon, Selbstporträt in Gold, 2012, Courtesy the artist, © 2021, ProLitteris, Zurich

Unterstützt von: