Haben Sie es es gewusst? Der für seine farbigen Gemälde und Papiers découpés bekannte Henri Matisse war auch ein grosser Bildhauer. Entdecken Sie den französischen Meister von einer etwas unbekannteren Seite! Sein plastisches Werk gehört zu den Meilensteinen der Moderne.

Seine unbekannte Seite

Eintritt

CHF 23.–/18.– (ermässigt und Gruppen)
Freier Eintritt für Mitglieder sowie Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Tipp: Mittwochs Ermässigung für Senioren (AHV)

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Hinweis für Gruppen

Wir freuen uns, Sie willkommen zu heissen! Aus organisatorischen Gründen ist eine Voranmeldung erforderlich. info@kunsthaus.ch, +41 44 253 84 84

Erstmals wird in einer Ausstellung sein plastisches Werk unter dem Aspekt des Schaffensprozesses und der Verwandlung beleuchtet.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Matisse’ künstlerische Methode, die er bei fast allen seiner wichtigsten Plastiken anwendete: Ausgehend von einer naturalistisch anmutenden Gestaltung, abstrahierte er seine Figuren immer stärker bis hin zu einer radikalen Stilisierung. Dabei hielt er die entscheidenden «Zustände» als eigenständige Plastiken fest und führt uns so seinen Schaffensprozess vor Augen.

Gleichsam in einer Metamorphose wandeln sich seine Bronzen von einer Naturform zu einer Kunstform. Dieser Prozess der Verwandlung findet Parallelen in seinem malerischen und zeichnerischen Werk. Diese werden in der Ausstellung erstmals zueinander in Beziehung gesetzt.

Mit über 70 Werken von Matisse aus aller Welt, begleitet von Reproduktionen historischer Fotografien, von Filmen und von Musik, wird Matisseʼ künstlerische Methode im grossen Ausstellungssaal des Kunsthauses anschaulich inszeniert. Seine unterschiedlichen Inspirationsquellen – Aktfotografien, afrikanische und antike Vorbilder – runden die Schau ab.

Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Musée Matisse, Nizza, wo sie im Anschluss zu sehen sein wird.
Kuratorin: Sandra Gianfreda / Co-Kuratorin: Claudine Grammont

« Ich modelliere ebenso gerne wie ich male – ich habe da keine Vorliebe. » — Henri Matisse, 1912
« Ich habe immer gewünscht, dass meine Werke die unbekümmerte Fröhlichkeit des Frühlings haben sollten, der nie die Vermutung aufkommen lässt, welche Anstrengung alles gekostet hat. » — Henri Matisse, 1948
« Direkt in die Farbe hineinschneiden erinnert mich an den direkten Meisselschlag des Bildhauers. » — Henri Matisse, 1947
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Henri Matisse, Jeannette IV, 1910/1911, Musée d‘Orsay, Paris, Depositum im Musée Matisse, Nizza, Schenkung von Frau Jean Matisse, 1978, Foto: François Fernandez, © Succession Henri Matisse/2019 ProLitteris, Zurich
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Atelier von Henri Matisse im ehemaligen Hôtel Regina in Cimiez bei Nizza, 1953, Archives Henri Matisse, Issy-les-Moulineaux, © Succession Henri Matisse/2019 ProLitteris, Zurich
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Henri Matisse, Jeannette V, 1916, Musée d‘Orsay, Paris, Depositum im Musée Matisse, Nizza, Schenkung von Frau Jean Matisse, 1978, Foto: François Fernandez, © Succession Henri Matisse/2019 ProLitteris, Zurich
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Henri Matisse, Akt mit aufgestützten Armen, 1905, Schenkung Madame Jean Matisse an den französischen Staat als Depositum im Musée Matisse, Nizza, 1978, Musée d’Orsay, Paris, © Succession Henri Matisse/2019 ProLitteris, Zurich
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Matisse beim Bearbeiten von Rückenakt II zu Rückenakt III, Issy-les-Moulineaux, 1913, Foto: Alvin Langdon Coburn, Courtesy of the George Eastman Museum, © Succession Henri Matisse / 2019 ProLitteris, Zurich
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Künstler der Yoruba-Region, Nigeria, Gelede-Maske, frühes 20. Jh., Privatsammlung, ehemals Sammlung Henri Matisse
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Henri Matisse, Nu de dos I, 1908–1909, Kunsthaus Zürich, 1960, © Succession Henri Matisse / 2019 ProLitteris, Zurich
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Henri Matisse, Nu couché de dos, 1944, Musée Matisse, Nizza. Foto: François Fernandez, © Succession Henri Matisse/2019 ProLitteris, Zurich
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Henri Matisse, Le serf, 1900–1903, Musée Matisse, Nizza, Legat Madame Henri Matisse, 1960, © Succession Henri Matisse/2019 ProLitteris, Zurich
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Henri Matisse, Nu bleu I, 1952, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler, © Succession Henri Matisse/2019 ProLitteris, Zurich

Begleitprogramm zur Ausstellung

Öffentliche Führungen

Jeweils Mi & Do 18 Uhr, Fr 15 Uhr und So 11 Uhr (nicht am 2./30. Oktober)

Tanz, Gespräch und vieles mehr

Zum Begleitprogramm (PDF)

Kinder-Audioguide

Kinder zwischen 5 und 9 Jahren werden an die Unterschiede von zwei- und drei-dimensionalem Schaffen herangeführt. Sie erkennen, weshalb die Raubkatze, die einen Hasen frisst, genauso mit Haut und Haaren bei der Sache ist wie der Künstler, als er diese Figur schuf. Und auf Malbögen können schon die Kleinsten ausprobieren, wie sie Linien zu Figuren formen.

Neben Führungen und Workshops für Kinder und Erwachsene wird die Ausstellung von weiteren Veranstaltungen begleitet. Im Gespräch mit Kuratorin Sandra Gianfreda erfahren Sie alles über das Entstehen von «Matisse – Metamorphosen. Von der Idee zur Ausstellung». Und Karin Minger tritt im grossen Ausstellungssaal in einen tänzerischen Dialog mit den skulpturalen Metamorphosen von Matisse.

Wie immer stehen Ihnen unsere Audioguides zur Ausstellung zur Verfügung (CHF 3.–). Mit Geschichten um den Entstehungsprozess der Werke herum erhalten Erwachsene tiefere Einblicke in Matisse’ künstlerische Methode. Speziell für unsere kleinen Besucher bieten wir einen Audioguide für Kinder zwischen 5 und 9 Jahren an (gratis).

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Abbildung oben:

Edward Steichen, Henri Matisse travaillant à «La Serpentine», 1909, Musée d‘Orsay, Paris. Foto © Musée d‘Orsay, Dist. RMN-Grand Palais / Patrice Schmidt, © The Estate of Edward Steichen / 2019 ProLitteris, Zurich; © Succession Henri Matisse / 2019 ProLitteris, Zurich

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