Die 1920er-Jahre waren ein Jahrzehnt der Aufbrüche und Rückfälle. Ein verheerender Weltkrieg und eine daran anschliessende schwere Pandemie, die erstaunliche Parallelen zur aktuellen Coronakrise aufweist, haben den Lebensdurst der Menschen wach gerüttelt! In keinem Moment des 20. Jahrhunderts war die Sehnsucht der Menschen nach Neuerungen so gross wie damals.

Feininger_Bauhaus.jpg
Theodore Lux Feininger, Xanti Schawinsky, Ohne Titel, um 1927, Privatbesitz, © Nachlass Theodore Lux Feininger, The Xanti Schawinsky Estate
Shahbazi_2014_Comp w Mountain__Gr_2014_0011__GS-KHZ.jpg
Shirana Shahbazi / Steindruckerei Wolfensberger, Composition with Mountain, 2014, Kunsthaus Zürich, © Shirana Shahbazi
Vallotton_1921_La Poudreuse__Privat.jpg
Félix Vallotton, La poudreuse, 1921, Privatbesitz
Marcus_1930_Ballett-Parodie__Kunstbiliothek.jpg
Elli Marcus, Valeska Gert: Ballett-Parodie in Tüllkleid, um 1930, Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek, © bpk / Kunstbibliothek, SMB / Elli Marcus
Neuschul_1926_Takka-Takka tanzt__Privat-M.jpg
Ernest Neuschul, Takka-Takka tanzt, 1926, Privatsammlung, © Nachlass Ernest Neuschul
Moholy-Nagy_1922_LIS__KHZ.jpg
László Moholy-Nagy, LIS, 1922, Kunsthaus Zürich, 1981

Von Josephine Baker bis Thomas Ruff

Eintritt

CHF 23.–/18.– (ermässigt und Gruppen)
Freier Eintritt für Mitglieder sowie Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre. Tipp: Mittwochs Ermässigung für Senioren (AHV)

Besuch planen


Hinweis für Gruppen

Wir freuen uns, Sie willkommen zu heissen! Aus organisatorischen Gründen ist eine Voranmeldung erforderlich. info@kunsthaus.ch, +41 44 253 84 84

Es wurden urbanistische Visionen entworfen und Städte wuchsen in rasanter Geschwindigkeit. Konventionelle Rollenbilder in Gesellschaft und Ehe wurden hinterfragt und aufgebrochen, benachteiligte und unterdrückte Minderheiten verschafften sich Gehör in Politik und Kultur. An die Seite eines arbeitnehmergerechteren Alltags stellte sich eine wachsende Freizeitindustrie. Der hohe Innovationsgrad fand seinen direkten Niederschlag in der Experimentierfreudigkeit in allen Künsten. Beeindruckend ist, dass deren Erzeugnisse nichts von ihrer Aktualität eingebüsst haben.

Anders als bei vielen Ausstellungen, die sich den 1920er-Jahren gewidmet haben, werden hier Stilrichtungen wie das Bauhaus, Dada, die Neue Sachlichkeit sowie Design- und Architekturikonen des Modernismus nicht getrennt voneinander betrachtet, sondern treten miteinander in einen Dialog und zeigen die typische Stilheterogenität jener Aufbruchsjahre auf.

Performances, Gespräche und vieles mehr

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Diskursprogramm begleitet. Von dialogische Führungen mit Cabaret Voltaire zu Tanzperformances sowie Guerrilla-Aktionen.

Ausführliches Begleitprogramm PDF


Re:Frame 20s

Studierende der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) reagieren mit aktuellen Bilderwelten auf die Werke in der Ausstellung. Die Ergebnisse dieses Online-Unterrichts sind abrufbar unter:

https://trendsandidentity.zhdk.ch/projekte/re-frame-20s/

Mit Fokus auf Berlin, Paris, Wien und Zürich berücksichtigt die Ausstellung alle dazumal gängigen Medien wie Malerei, Plastik, Zeichnung, Fotografie, Film und Collage. Sie bietet weniger bekannten Positionen eine Plattform. Die zeitgenössischen Künstler Kader Attia, Marc Bauer, Andrea Büttner, Laura J Gerlach, Raphael Hefti, Rashid Johnson, Fabian Marti, Alexandra Navratil, Trevor Paglen, Nicolas Party, Thomas Ruff, Shirana Shahbazi, Veronika Spierenburg, Hiroshi Sugimoto, Rzn Torbey und Rita Vitorelli, haben eigens neue Arbeiten dafür produziert.

Mit der Teilnahme von Josef Albers, Hans Arp, Kader Attia, Johannes Baargeld, Josephine Baker, Marc Bauer, Erwin Blumenfeld, Constantin Brancusi, André Breton, Marcel Breuer, Suse Byk, Andrea Büttner, Coco Chanel, Adolf Dietrich, Dodo, Theo van Doesburg, Marcel Duchamp, Max Ernst, Theodore Lux Feininger, Hans Finsler, Laura J Gerlach und Margarete Schütte-Lihotzky, Valeska Gert, Barthel Gilles, George Grosz, Raphael Hefti, Heinrich Hoerle, René Herbst, Hannah Höch, Karl Hubbuch, Pierre Jeanneret, Rashid Johnson, Wassily Kandinsky, Elisabeth Karlinsky, Paul Klee, Rudolf von Laban und Suzanne Perrottet, Laura J Gerlach, Le Corbusier, Fernand Léger, Jeanne Mammen, Elli Marcus, Fabian Marti, László Moholy-Nagy, Lucia Moholy,

Öffentliche Führungen

Jeweils mittwochs um 18 Uhr und sonntags um 11 Uhr.

Private Führungen

Gruppengrösse: max. 16 Personen
Sprachen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch
Kosten: Sammlungseintritt + CHF 190.– (Deutsch) / CHF 220.– (andere Sprachen), Dauer: 1 Stunde

Anfragen sollten in der Regel mindestens eine Woche vor dem gewünschten Termin erfolgen.

Piet Mondrian, Alexandra Navratil, Trevor Paglen, Gret Palucca, Nicolas Party, Charlotte Perriand, Paul Poiret, Man Ray, Hans Richter, Gerrit T. Rietveld, Ludwig Mies van der Rohe, Thomas Ruff, Christian Schad, Xanti Schawinsky, Wilhelm Schnarrenberger, Kurt Schwitters, Shirana Shahbazi, Veronika Spierenburg, Warwara Stepanowa, Edward Steichen, Niklaus Stoecklin, Hiroshi Sugimoto, Rzn Torbey, My Ullmann, Félix Vallotton, Madeleine Vionnet, Rita Vitorelli (unterstützt durch: Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport, Österreich), Gustav Wunderwald.

Die Ausstellung ist eine Kooperation des Kunsthaus Zürich und des Guggenheim Museums Bilbao, und wird dort im Frühjahr/Sommer 2021 gezeigt.

Eine Koproduktion mit Festspiele Zürich

Kuratorin: Cathérine Hug

--

Abbildung oben: Shirana Shahbazi, [Diver-02-2011], Kunsthaus Zürich, Fotosammlung, Vereinigung Zürcher Kunstfreunde, Gruppe Junge Kunst, 2015

Unterstützt von: