Wie haben Künstlerinnen und Künstler auf die massiven Zäsuren von Faschismus und Zweitem Weltkrieg reagiert? Und wie fanden sie nach dem Zweiten Weltkrieg neue Wege, der Existenz – und der Existenz der Kunst selber – Gestalt zu verleihen?

Über die Ausstellung

Eintritt

CHF 16.–/11.– (ermässigt und Gruppen)
Freier Eintritt für Mitglieder sowie Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre


Ausstellung und Sammlung entdecken?
Mit dem Kombi-Ticket für nur CHF 26.–/19.–

Hinweis für Gruppen

Wir freuen uns, Sie willkommen zu heissen! Aus organisatorischen Gründen ist eine Voranmeldung erforderlich. Bitte teilen Sie uns 14 Tage im Voraus Ihren gewünschten Termin mit.
info@kunsthaus.ch, +41 44 253 84 84

Antworten auf diese Fragen bietet die Kunsthaus-Sammlung, die in einer thematischen Präsentation von rund 70 Werken viele seit Jahrzehnten nicht gezeigte Gemälde und Skulpturen ans Licht holt.

Das Kunstschaffen zwischen dem Schicksalsjahr 1933 und dem Jahr 1955 ist geprägt durch starke Veränderungen und massive Kontraste. Nach den Kriegsjahren – die in der «Stunde Null» des Kriegsendes gipfelten – wird im Jahrzehnt nach 1945 der Schritt von der Auseinandersetzung mit den tiefgreifenden Folgen des Krieges zur Erschaffung einer neuen künstlerischen Sprache vollzogen, mit der eine neue Freiheit des Ausdrucks einhergeht.

Die von Sammlungskonservator Philippe Büttner kuratierte Präsentation zeigt, wie viele Energien der Krieg band und wie viele sein Ende wiederum freisetzte. Sie lässt erkennen, dass das Figürliche und die Abstraktion nebeneinander als grundlegende Idiome der Moderne bestehen blieben und zur grundsätzlichen Erneuerung der künstlerischen Arbeit beitrugen.

SliderSmall_Querformat_Bvariabel_H720Traeuber_Arp.png
Sophie Taeuber-Arp, Douze Espaces, 1939, Kunsthaus Zürich, Geschenk Hans Arp, 1958
SliderSmall_Hochformat_Bvariabel_H860_Pollock.png
Jackson Pollock, Number 21, 1951, Kunsthaus Zürich, Geschenk des Holenia Trust im Andenken an Joseph H. Hirshhorn, 1988 © 2019 ProLitteris, Zurich
SliderSmall_Hochformat_Bvariabel_H860_Rebay.png
Hilla von Rebay, With Tenderness, 1946, Kunsthaus Zürich, Geschenk der Künstlerin, 1947, © 2019 The Hilla von Rebay Foundation
SliderSmall_Querformat_Bvariabel_H720_Ringelnatz.png
Joachim Ringelnatz, Fernes Grab, 1933, Kunsthaus Zürich, Legat Prof. Erwin R. Jacobi, 1981
SliderSmall_Hochformat_Bvariabel_H860_Loewensberg.png
Verena Loewensberg, Bild 17, um 1950, Kunsthaus Zürich, Sammlung Erna und Curt Burgauer, 1979, © 2019 Nachlass Verena Loewensberg, Henriette Coray Loewensberg, Zürich
SliderSmall_Querformat_Bvariabel_H720_Corinth.png
Lovis Corinth, Der Teich, 1886, Kunsthaus Zürich
SliderSmall_Hochformat_Bvariabel_H860_Glarner.png
Fritz Glarner, Painting, 1937, Kunsthaus Zürich, Legat Louise Glarner, 1979, © 2019 Kunsthaus Zürich, The Estate of Fritz Glarner
SliderSmall_Querformat_Bvariabel_H720_Munch.png
Edvard Munch, Kopf bei Kopf, 1905, Kunsthaus Zürich
SliderSmall_Hochformat_Bvariabel_H860_Huber.png
Hermann Huber, Vorlesende und Knabe, 1940/1941, Kunsthaus Zürich, 1944, © 2019 Nachlass Hermann Huber
SliderSmall_Querformat_Bvariabel_H720_Kollwitz.png
Käthe Kollwitz, Die Pflüger. Kunsthaus Zürich

Eindrucksvoll ist die innovative Präsenz von Künstlerinnen: Werke von Sophie Taeuber-Arp, Germaine Richier, Isabelle Waldberg, Hilla von Rebays oder Verena Loewensberg markieren einige der dichtesten Stationen der Ausstellung.

Provenienzen im Fokus

Begleitend zur Ausstellung «Stunde Null» präsentiert das Kunsthaus Ergebnisse aus dem vom Bundesamt für Kultur unterstützten Provenienz-Forschungsprojekt der Grafischen Sammlung. Es wurden Werke untersucht, welche im Zeitraum von 1933 bis 1950 in die Grafische Sammlung gelangt sind – darunter solche von Lovis Corinth, Otto Dix, Käthe Kollwitz und Edvard Munch.

Kurator: Philippe Büttner

--

Abbildung oben: Hilla von Rebay, With Tenderness, 1946, Kunsthaus Zürich, Geschenk der Künstlerin, 1947, © 2019 The Hilla von Rebay Foundation