Forsythes Werk rückt die Besucherinnen und Besucher ins Zentrum und lädt sie auf einen eigenständigen, choreografischen Rundgang durch die noch unbesetzte Chipperfield-Architektur ein.

Mensch, Architektur und Kunst

Eintritt

CHF 20.–/16.– (ermässigt und Gruppen)
Freier Eintritt für Mitglieder sowie Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre.

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Hinweis für Gruppen

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HYGIENE & SCHUTZ

Für die erste Begegnung mit dem neuen Museumsgebäude hat das Kunsthaus Zürich den Künstler und Choreografen William Forsythe (*1949) beauftragt, ein neues Werk zu schaffen. 'The Sense of Things' ist exklusiv für vier Wochen im Erweiterungsbau des Architekten David Chipperfield zu erleben. Es ist die erste künstlerische Intervention in den neuen Räumen. Kuratiert von Mirjam Varadinis, ermutigt «The Sense of Things» die Besucherinnen und Besucher, eine direkte Beziehung zur Architektur des neuen Gebäudes aufzubauen, das einige der bedeutendsten Sammlungen des Kunsthaus Zürich beherbergen wird.

Museum als Klangkörper

In Forsythes akustischer Intervention, die über die Räume des Erweiterungsbaus verteilt ist, werden entwidmete Kirchenglocken in verschiedenen Grössen, Ton-höhen und Klangfarben in einer kontrapunktischen Komposition aktiviert. Forsythe betrachtet Chipperfields Gebäude als einen immensen Klangkörper und lädt die Besucherinnen und Besucher ein, die Komposition über ihre Entdeckungsreisen durch das neue Museum individuell mitzugestalten und so seinen choreografischen Vorschlag zu verkörpern.

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William Forsythe, The Sense of Things, 2021, Kunsthaus Zürich, Foto: Franca Candrian © William Forsythe
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William Forsythe, The Sense of Things, 2021, Kunsthaus Zürich, Foto: Franca Candrian © William Forsythe
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William Forsythe, The Sense of Things, 2021, Kunsthaus Zürich, Foto: Franca Candrian © William Forsythe
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William Forsythe, The Sense of Things, 2021, Kunsthaus Zürich, © William Forsythe
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William Forsythe, Foto © Dominik Mentzos
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Ausbau der Kirchenglocken in Düsseldorf, Januar 2021, Foto © Katja Illner

Besucher im Fokus

Die Akustik steht bei einem Museumsbesuch normalerweise nicht im Vordergrund. Forsythes Intervention schärft die Wahrnehmung der Besucherinnen und Besucher dafür und macht deutlich, wie allgegenwärtig diese unsichtbare Facette des Museumsdesigns ist und welche Auswirkungen sie auf die Erfahrung der neuen Architektur hat. «The Sense of Things» betont die Neugier der Besucher als Schlüssel zum Verständnis der Komposition, die in ihren Nuancen jeweils durch eine sich «schrittweise» entfaltende, forschende Beziehung der einzelnen Besucher zum Gebäude und dessen Akustik geprägt ist.

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Kunsthaus Zürich, Erweiterungsbau von David Chipperfield Foto © Juliet Haller, Amt für Städtebau, Zürich

Von Sinn und Zweck

Mit dieser Kooperation wollen das Kunsthaus Zürich und William Forsythe einem möglichst breiten Publikum einen Ort bieten, an dem nach enormen gesellschaftlichen Brüchen wieder Gemeinschaft entstehen kann. Sich zu versammeln, um den Klang eines Gebäudes zu erleben, ist sicherlich eine untypische Aktivität, aber auch eine unerwartet sanfte Art, das Museum als einen Ort vorzustellen, der eine wichtige Rolle in der Zivilgesellschaft spielen wird.

Kuratorin Mirjam Varadinis

Abb: William Forsythe, The Sense of Things, 2021, Kunsthaus Zürich, Foto: Franca Candrian © William Forsythe

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