Yoko Ono (*1933) gehört zu den einflussreichsten Künstlerinnen unserer Zeit. Ihre Performances und Aktionen der 1960er- und 70er-Jahre haben inzwischen Kultstatus erreicht und laden sich gerade aus heutiger Perspektive mit neuer Aktualität auf. Seit Beginn ihrer Karriere setzte sich Yoko Ono mit wichtigen gesellschaftspolitischen Themen auseinander, die auch heute noch von grosser Relevanz sind: Sie engagiert sich schon früh für Frieden auf der Welt und für feministische Anliegen. Ideen spielen dabei immer die zentrale Rolle. Mal formuliert sie diese auf spielerisch-humorvolle Weise, mal ganz radikal, dann wiederum sehr poetisch – und einige verwandelt sie in Objekte, andere lässt sie immateriell. Dementsprechend vielfältig ist das künstlerische Werk von Yoko Ono und umfasst Skulpturen, Arbeiten auf Papier, Installationen, Performances, Film und Musik. Die Ausstellung im Kunsthaus Zürich zeigt eine Auswahl von zentralen Werken aus allen Schaffensperioden, mit einem Schwerpunkt auf dem Frühwerk. Das über fünfzigjährige künstlerische Œuvre wird mit einem frischen Blick von heute neu belebt und die Besucherinnen und Besucher werden auf vielfältige Weise mitinvolviert. Yoko Ono ist an der Konzeption der Ausstellung persönlich beteiligt, und die Werkauswahl geschieht gemeinsam mit ihr und ihrem langjährigen Kurator Jon Hendricks.

Ein vielfältiges Rahmenprogramm, bei dem wichtige Performances reinszeniert werden, begleitet die Ausstellung.

Abb: Yoko Ono, Cut Piece, 1964 /1965, Performance Carnegie Recital Hall, New York City, 21. März 1965, Foto Minoru Niizuma, © Yoko Ono