Salvador Dalí (1904 –1989) entdeckte das Werk von Alberto Giacometti (1901 –1966) im Jahr 1930 in der Galerie Pierre in Paris und erkannte in dessen «Boule suspendue» den Inbegriff eines «Objekts mit symbolischer Funktion». Dieser Ausstellung folgte die Aufnahme des Schweizer Bildhauers in die surrealistische Gruppe um André Breton (1896 –1966). Giacometti freundete sich in der Folge mit dem katalanischen Maler an, mit dem er einen fruchtbaren künstlerischen Dialog führte. Dieser wird nun erstmals in einer Ausstellung gewürdigt.
Dalí und Giacometti imaginierten beide surreale Orte und planten Garten- und Platzanlagen. Sie teilten auch ein gemeinsames Interesse für die Welt der dekorativen Objekte. Um den Austausch zwischen ihnen zu dokumentieren, vereinigt diese konzentrierte Ausstellung eine bedeutende Reihe verschiedener Werke aus verschiedenen Gattungen. Ein wichtiges Element ist auch die erstmalige Rekonstruktion in Originalgrösse von Giacomettis surrealistischem Projekt einer Platzgestaltung, «Projet pour une place» (1933), das vor dem Hintergrund des intensiven künstlerischen Austauschs mit Dalí zu sehen ist.
Die Ausstellung wurde von der Pariser Fondation Giacometti konzipiert und wird zuerst im Institut Giacometti in Paris gezeigt. In Zürich wird sie in angepasster und erweiterter Form präsentiert. Nur im Kunsthaus wird es möglich sein, in der Ausstellung die hier aufbewahrten bedeutenden Bestände des surrealistischen Werks Giacomettis aus der Sammlung der Alberto Giacometti-Stiftung zu sehen.

Abb.: Salvador Dalí, Femme à tête de roses, 1935, Kunsthaus Zürich, 1957, © Salvador Dalí, Fundació Gala-Salvador Dalí / 2022, ProLitteris, Zurich

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